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Wie das Hussitengeld der Not die Tränen trocknete

Friedrich Hoppe, 1924

Der Dichter des Hussitenliedes, der aus Langensalza gebürtige Referendar und spätere Regierungs- und Schulrat Seyferth, der 1832 in übermütiger Laune im Referendarzelte sein Kirschfestlied sang, hat wohl nicht ahnen können, wie sein froher Sang seinen Kindern einst helfen könnte. Eine Tochter von ihm, die noch heute (1924, K.A.) als Lehrerin in Chicago tätig ist, ging durch den Weltkrieg ihrer Stelle verlustig. Sie war ja eine Deutsche. Eine lange Leidenszeit begann nun für die schon bejahrte Dame. Nirgends fand sie eine Beschäftigung im fremden Lande. Da zog unser Hussitengeld in die Ferne. Verschiedene Zeitungen Chicagos brachten Abbildungen und Beschreibungen des Geldes. Dabei wurde auch der Name des Dichters erwähnt und bekannt, dass seine Tochter in Chicago lebte. Plötzlich trat ein Umschwung im Leben der Dame ein, man erinnerte sich ihrer und bot ihr wieder Dienste an, die alle Not verscheuchen ließen. So baute des Vaters Segen den Kindern Häuser. Die Dame selbst hatte vordem keine Ahnung vom Dasein des Hussitengeldes gehabt, umso größer war deshalb ihre Freude. Mit dankerfülltem Herzen schrieb sie dem Oberbürgermeister und dem, der es erzählt, wie glücklich sie durch das Hussitengeld geworden war.

Quelle: „Das Spektakel zum Mirakel“, Kai Agthe (Hrsg.)